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AKTUELL ZUR GEMA-REFORM-DISKUSSION, berechtigte Kritik an Kirche, Politik und Musikhochschulen, es drohen hochgradige Gefahren: 1. Kirchen kämpfen in ihrer Reform selbst ums Überleben: immer mehr ehrenamtlich, Austritte, Einsparungen. Als selbständige Kirchenmusikerin teile ich mit, dass in meinem direkten Umfeld mehrere Schulmusiker mit Kirchenmusik dann in der Kirche ehrenamtlich spielen. Gespielt wird primär nicht mehr als Künstler an sich und die Werke, sondern es werden CDs verkauft und gesammelt zum Erhalt der Orgel, was zwischen 60.000 und 80.000 € kostet. Politiker beteiligen sich und dann gerät das auch in deren Bestimmung. Es sitzt ein Politiker-Kind an einer Orgel, an der ich als Schwerbehinderte eine staatlich vorbereitete Mehrfachqualifizierung noch fächeranerkannt mit mehreren Tausend Euro eigenfinanziert habe. habe. Ich selbst habe als Komponistin ein großes musikalisches familiär-berufliches Umfeld und besuche schon seit meinem 8. Lebensjahr Orchester-Sinfoniekonzerte, bin selbst berufsmusikalisch genreübergreifend. Das was Sie hier auf meiner Website lesen, ist auch nicht von heute auf morgen und ist, auch gegenüber der üppigen Förderungen sozial benachteiligter Menschen als Schwerbehinderte doch sehr beachtlich. Auch ich werde gefördert. 2. die Hochschulsituation Studierender, auch Komposition, ist auch nicht mehr so wie bei uns früher, das liegt auch an der Zunahme der Internationalität. Studierende erreichen immer weniger aus sich selbst heraus. Jörg Nonnweiler: "Es gibt eine Realität innerhalb der Hochschule, und es gibt eine Realität außerhalb der Hochschule." Sie erreichen das durch Stipendien, hochschuleigene Wettbewerbe und Fördergelder, bekommen von Möbel Martin, haben hier aber kein Umfeld. Theo Brandmüller nannte das Hochschulsuppe und für Kuchenfressende Pelztiere; und auch als Kompositionsprofessor muss man mal mit, und mal gegen den Strom schwimmen. Wäre genauso, wenn ich jetzt hier alles hinter mich lasse, in Spanien studieren will, habe dann dort weder ein eigenständiges Umfeld noch Kontakte; dies wird dann durch die Hochschule gemacht. Gab es zu meiner Zeit so stark nicht. Veränderungen sind überall, klar muss sich GEMA auch anpassen, dafür alle Situationen anhören. Es gibt auch Komponistinnen und Komponisten, die nicht in der GEMA sind oder sein möchten. Wenn ich 5 Kompositionen im Jahr aufführe, -jede meiner Kompositionen ist für mich und andere wertvoll- kann ich durch Eintritt, Honorar, auch ohne GEMA verdienen. Das kriegen Studierende heute eigenständig gar nicht hin, sondern es sprießen interne Wettbewerbe mit Mehrfachgeldern, um eine Sache aufzuführen. Richtig: Bedenklich wird die politische Einmischung. Und in der Kirche Werke spielen durch Ehrenamtliche, die für den kirchlichen Erhalt spielen und nicht als Künstler selbst oder das Werk selbst. Und auch die EMP ist nicht die Vielfalt selbst, sondern auch nur ein Teil, eine Möglichkeit, eine Herangehensweise von vielen. Wurde in unserem Netzwerk schon längst angemerkt: Vielfalt ist bereichsorientiert zu definieren, Worin besteht jeweils die Vielfalt und worin nicht.
Aus immer wieder gegebenem Anlass finden Sie hier die aktuelle inklusive Definition der Notenschrift/Notation, die die weltweit verbreitete und verwendete Braille-Blindennotenschrift in ihrer Perzeption/Apperzeption Tastsinn-Ohr/audiotaktil neben Auge-Ohr/audiovisuell mit einschließt: "Notation ist prinzipiell eine vermittels bestimmter Wahrnehmungsmuster gefilterte Reduktion von erklingender Musik auf fixierbare Elemente und aufgrund ihrer Selektivität durch einen unüberwindlichen Abgrund von der Komplexität des Erklingens getrennt." Prof. Dr. phil. habil. Hartmut Möller, Art. ´Notation, I. Einleitung´, in: MGG2 Sachteil 7 (1995), Sp. 275-282, hier 278.